Asti – Türme, Ziegel und stille Größe

6./7. Februar 2025

Das Gebiet von Asti ist geprägt von einer ungewöhnlichen Dichte an Geschichte. Mittelalterliche Geschlechtertürme ragen zwischen barocken Kirchen und eleganten Palästen auf und erzählen von einer Zeit, in der Asti eines der bedeutendsten Handelszentren Norditaliens war. Die Stadt wirkt dabei nie laut oder aufdringlich – sie offenbart ihre Schönheit Schritt für Schritt, fast beiläufig, während man durch ihre Gassen streift.

Nachdem ich im Hotel eingecheckt hatte, stürzte ich mich ohne Plan in die Straßen. Schon nach wenigen Metern stand ich vor der Chiesa di San Rocco, einem eindrucksvollen Zeugnis des piemontesischen Barocks. Die zwischen 1708 und 1720 errichtete Kirche wirkt von außen zurückhaltend, entfaltet jedoch eine feierliche Würde, die von ihrer Geschichte getragen wird. Über Jahrhunderte war sie Sitz der Confraternita di San Rocco, einer Bruderschaft, die sich nach der verheerenden Pestepidemie von 1630 zusammenschloss, um den Heiligen Rochus, den Schutzpatron der Pestkranken, um Beistand zu bitten. Heute gilt die Kirche als kulturelles Juwel der Stadt.

Nicht weit entfernt entdeckte ich das Spazio Kor, untergebracht in der entweihten barocken Kirche San Giuseppe. Der Raum verbindet Vergangenheit und Gegenwart auf faszinierende Weise: Wo einst Liturgie stattfand, finden heute zeitgenössische Kunst, Theater und bürgerschaftliches Engagement ihren Platz. Wenige Schritte weiter tauchte plötzlich der moderne Palazzo di Giustizia auf – ein nüchternes Verwaltungsgebäude, das einen bewussten Kontrast zur historischen Umgebung bildet.

Galerie I – Erste Eindrücke aus Asti

Eine schmale Gasse führte mich weiter zum Santuario della Beata Vergine del Portone, einem der bedeutendsten religiösen Zentren Astis. Der monumentale Bau entstand ab 1902 und umschließt sowohl eine ältere Kirche als auch Reste eines antiken Stadttors. Der romanisch-byzantinische Stil verleiht dem Heiligtum eine fast zeitlose Strenge. Die Fassade wirkt modern und imposant, besonders durch ihre Lage am Rand des historischen Zentrums.

Im Inneren öffnet sich ein Raum von großer Würde. Mittelpunkt ist das Fresko der thronenden Madonna mit Kind aus dem 14. Jahrhundert, das um 1500 von Gandolfino da Roreto überarbeitet wurde. Er fügte die Figuren des Heiligen Secundus und des Heiligen Markus hinzu und verankerte das Bild tief in der Identität der Stadt. Barockfresken im Vorraum, eine Nachbildung der Lourdes-Grotte und kunstvoller Stuckmarmor schaffen eine feierliche, fast kontemplative Atmosphäre.

Galerie II – Santuario della Beata Vergine del Portone

Mein Weg führte mich auf den Corso Vittorio Alfieri, wo Geschichte in Schichten sichtbar wird. Der Torre Rossa zeigt dies besonders eindrucksvoll: Sein unterer, polygonaler Teil stammt aus dem 1. Jahrhundert, während der zylindrische obere Abschnitt im 12. Jahrhundert entstand. Die abwechselnden Bänder aus roter Tonfliese und hellem Sandstein sind typisch für die romanische Architektur Astis.

Direkt dahinter erhebt sich die Chiesa di Santa Caterina, die nach einer bewegten Baugeschichte im 18. Jahrhundert im Barockstil neu errichtet wurde. Ihr ovaler Grundriss und die mächtige elliptische Kuppel mit ihren Darstellungen der großen Heiligen verleihen dem Raum eine überraschende Weite und Leichtigkeit.

Galerie III – Torre Rossa und Santa Caterina

Ich ging den Corso weiter in Richtung Stadtzentrum entlang, passierte die Statue von Umberto I. und stand bald vor dem imposanten Palazzo Alfieri, dem Geburtshaus des Dichters Vittorio Alfieri. Der Palast, ursprünglich mittelalterlichen Ursprungs und seit dem 17. Jahrhundert im Besitz der Familie Alfieri, wurde 1736 von dem Architekten Benedetto Alfieri, Vittorios Cousin, umgestaltet. Die Fassade spiegelt die charakteristische Architektur der Alfieris wider: Eine Fensterreihe im Erdgeschoss wird in der Mitte von einem prächtigen Portal unterbrochen, das von rustizierten Pilastern eingerahmt wird.

Der Innenhof des Palastes ist ein architektonisches Meisterwerk. Er ist nicht rechteckig, sondern trapezförmig, wobei die Seitenwände auf eine konkave Rückwand zulaufen. Diese Perspektive erzeugt eine dramatische, fast theatralische Wirkung, als betrete der Besucher eine Bühne. Monumentalität und szenografische Eleganz verschmelzen hier nahtlos.

Galerie IV – Palazzo Alfieri

Direkt gegenüber liegt das Santuario di San Giuseppe, dessen neoromanische Backsteinfassade einen warmen, rötlichen Akzent setzt. Die monumentale Statue des Heiligen Josef und der zentrale Glockenturm verleihen dem Bau eine starke Präsenz. Im Inneren beeindruckt die Säulenhalle mit ihren 40 Säulen und dem kosmatesken Mosaikboden. Besonders berührend ist die Marello-Kapelle, in der die sterblichen Überreste des Heiligen Giuseppe Marello ruhen.

Galerie V – Santuario di San Giuseppe

Ich ging die Straße weiter entlang und hielt an der Ecke der Via Roero an, um den weitläufigen Komplex der Palazzi Roero di Monteu zu fotografieren. Ihr Erscheinungsbild vereint mittelalterliche Bauten mit späteren barocken und klassizistischen Elementen. In der Via Roero sind typische Merkmale der astigischen Gotik – Backsteinbauweise und Terrakotta-Verzierungen – zu sehen, die im 18. Jahrhundert oft durch elegantere Barockfenster und -balkone ergänzt wurden. Ganz in der Nähe befindet sich die Piazza dei Tre Re, einst ein Machtzentrum der Familien Roero und De Regibus.

Von hier aus bot sich am Schnittpunkt von Via Roero und Corso Alfieri ein Blick auf den Torre de Regibus. Errichtet im 13. Jahrhundert im gotischen Stil, ist er der einzige erhaltene Turm in Asti mit achteckigem Grundriss. Ursprünglich etwa 39 Meter hoch und mit ghibellinischen Zinnen gekrönt, verlor er im 18. Jahrhundert seine drei oberen Stockwerke und misst heute nur noch etwa 27 Meter. Der Turm war einst Teil einer Wehranlage der Familie De Regibus, die unter dem Namen „Tre Re“ bekannt war.

Gegenüber befindet sich das Liceo Classico Vittorio Alfieri, gegründet 1860 und 1865 nach dem Dichter benannt. Das heutige Gebäude steht auf den Fundamenten des ehemaligen Sant’Anastasio-Komplexes und beherbergt eine bedeutende lombardische Krypta.

Als ich in die Via Giovanni Giobert einbog, hielt ich vor dem Torre Solaro, einem der markantesten mittelalterlichen Familientürme in Asti. Der um 1350 im piemontesischen gotischen Stil erbaute Turm gehörte der einflussreichen Familie Solaro, die tief in die Machtkämpfe der Stadt verstrickt war. Der hauptsächlich aus Ziegeln errichtete Turm erhebt sich mit zurückhaltender Eleganz und spiegelt die Ambitionen seiner ehemaligen Besitzer wider.

Galerie VI – Türme und Macht im mittelalterlichen Asti

Schließlich erreichte ich die Piazza Roma, die vom Palazzo del Podestà dominiert wird, einem der am besten erhaltenen mittelalterlichen Paläste der Gegend aus dem 13. Jahrhundert. Mit seinen Kreuzgewölben im Erdgeschoss und der Fassade aus Ziegeln und Sandstein ist er ein typisches Beispiel für eine befestigte mittelalterliche Residenz. Einst Sitz der Stadtverwaltung, steht er heute als letztes Überbleibsel eines größeren historischen Komplexes. Dahinter erhebt sich der Comentina-Turm, der in einen Palast aus dem 20. Jahrhundert integriert und mit ghibellinischen Zinnen verziert ist. Gegenüber befindet sich das Monumento all’Unità d’Italia, das 1898 zur Erinnerung an die italienische Einigung errichtet wurde.

Galerie VII – Piazza Roma

Ich bog in die Via Giosuè Carducci ein und erreichte kurz darauf die Piazza Giovanni Goria. Schon von weitem zog der Torre Troyana meinen Blick auf sich. Der mächtige, quadratische Turm erhebt sich ruhig und selbstbewusst über die umliegenden Gebäude und lässt keinen Zweifel daran, welche Bedeutung er einst hatte. Ursprünglich gehörte er der Familie Troia, die ihn um das Jahr 1250 erwarb und um drei Stockwerke erhöhte. Im 14. Jahrhundert wurde der Turm schließlich in den Palazzo Ducale integriert, womit er Teil eines repräsentativen Machtzentrums wurde.

Seine klaren Formen und die gut erhaltenen ghibellinischen Schwalbenschwanzzinnen verleihen ihm eine strenge, fast wehrhafte Eleganz. Besonders auffällig sind die zweigeteilten Fenster in den oberen Etagen, die dem massiven Bauwerk eine unerwartete Leichtigkeit verleihen. Der Torre Troyana diente über die Jahrhunderte hinweg als Machtsymbol, später als Glockenturm und ist heute eines der bekanntesten Wahrzeichen Astis sowie ein beliebter Aussichtspunkt.

Direkt hinter dem Turm öffnet sich die Piazza Medici, einer der ältesten Plätze der Stadt. Hier steht der Palazzo Medici, dessen Ursprünge bis ins 13. oder 14. Jahrhundert zurückreichen. Der Palast ist ein klassisches Beispiel dafür, wie wohlhabende Familien im Mittelalter ihre Macht demonstrierten – durch massive Baukörper, Türme und befestigte Strukturen. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts erhielt das Gebäude seine heutige, beinahe schlossartige Erscheinung. Auf Anweisung von Luigi de Medici wurde der Palast umfassend renoviert und neu gestaltet, ohne dabei seinen historischen Kern zu verlieren.

Im Zentrum des Platzes plätschert die Fontana dell’Acquedotto di Cantarana. Der Brunnen erinnert an den Bau des ersten modernen Aquädukts von Asti und markiert einen entscheidenden Wendepunkt in der städtischen Infrastruktur. Bis weit ins 19. Jahrhundert hinein war die Stadt auf private Brunnen und Zisternen angewiesen gewesen – hier wird Fortschritt sichtbar und greifbar.

Nur wenige Schritte weiter, an der Ecke der Via Pietro Gobetti und des Corso Vittorio Alfieri, steht der Palazzo Gastaldi. Der um 1898 errichtete Bau ist eines der schönsten Beispiele des Liberty-Stils in Asti. Mit seinen eleganten Linien und dekorativen Details setzt er einen bewussten Kontrapunkt zur mittelalterlichen und barocken Architektur der Umgebung. Heute beherbergt das Gebäude den Sitz des Consorzio Barbera d’Asti e Vini del Monferrato – eine passende Nutzung in einer Stadt, deren Identität untrennbar mit dem Wein verbunden ist.


Galerie VIII– Piazza Medici und Umgebung

Nicht weit davon entfernt stehe ich auf der Piazza San Secondo, einem Ort, an dem sich Geschichte spürbar verdichtet. Die Collegiata di San Secondo erhebt sich hier mit einer stillen Würde, die weit über ihre Mauern hinausreicht. Es ist derselbe Platz, an dem der römische Soldat Secondo im Jahr 119 n. Chr. den Märtyrertod gefunden haben soll. Dieser Gedanke verleiht dem Ort eine beinahe ehrfürchtige Ruhe. Obwohl erste schriftliche Zeugnisse einer Kirche hier bereits aus dem Jahr 880 stammen, begann der Bau der heutigen Kirche erst 1256. Sie wirkt dennoch wie selbstverständlich in den Platz hineingewachsen.

Beim Näherkommen fällt mir sofort der warme Ton des roten Backsteins auf, der für die piemontesische Gotik so charakteristisch ist. Spitzbögen gliedern die Fassade, die um 1462 vollendet wurde und durch ihre drei reich geschmückten Marmorportale sowie die zentrale Fensterrose besticht. Der Bau wurde im 15. Jahrhundert um ein Joch verlängert, was ihm eine sanfte Ausdehnung in Richtung des Platzes verleiht. Besonders eindrucksvoll ist der mächtige Campanile aus dem 10. Jahrhundert, ein Relikt der romanischen Vorgängerkirche, der gemeinsam mit Teilen der Krypta die tiefe zeitliche Schichtung dieses Ortes sichtbar macht. Die umfassende Restaurierung zwischen 1968 und 1974 hat dem Bau seinen mittelalterlichen Charakter zurückgegeben, ohne ihm die Patina der Jahrhunderte zu nehmen.

Direkt neben der Kirche steht der Palazzo Civico, dessen heller, fast cremiger Farbton einen spannenden Kontrast zur Backsteingotik bildet. Sein heutiges barockes Erscheinungsbild erhielt er zwischen 1726 und 1730, doch seine Fundamente ruhen auf mittelalterlichen Strukturen. Einst befanden sich hier die Curia communis und später der Palazzo del Popolo, der im späten 14. Jahrhundert Sitz des Podestà war. Während ich über die Balkone und die rhythmisch gegliederten Fensterfronten blicke, wird mir bewusst, wie sehr sich politische Macht und städtisches Selbstbewusstsein hier in Stein eingeschrieben haben.

Galerie IX: Collegiata di San Secondo und Palazzo Civico

Von hier aus folge ich der Via C. Benso di Cavour in Richtung Piazza Statuto. Der Weg führt mich mitten hinein in das mittelalterliche Herz der Stadt. Schon bald steht er vor mir, der Palazzo degli Antichi Tribunali aus dem 13. Jahrhundert. Sein nüchterner Backsteinbau wirkt streng und funktional, beinahe abweisend. Hier wurden einst Gerichtsurteile gesprochen, und vermutlich befanden sich in seinen Mauern auch Gefängnisse. Die Atmosphäre ist dicht, fast schwer, als hätten sich die Stimmen vergangener Prozesse im Mauerwerk festgesetzt.

Der Piazza Statuto selbst öffnet sich lebendig und weit. Hier erhebt sich der Torre Guttuari mit dem angeschlossenen Palast. Die Familie Guttuari besaß mehrere Gebäude rund um diesen Platz, der früher auch Piazza delle Erbe genannt wurde und als Markt diente. Ich stelle mir das geschäftige Treiben vor, das hier einst herrschte. Rechts vom Turm steht ein Gebäude aus dem späten 19. Jahrhundert, ein typisches Beispiel des Eklektizismus mit deutlichen Neorenaissance-Elementen. Um 1890 erbaut, diente es als Wohnsitz und Sitz der Banca Agricola Astigiana. Seine reichere Ornamentik und der hellere Farbton setzen einen spannenden Akzent zwischen den mittelalterlichen Bauwerken.

Galerie X: Piazza Statuto

Nur wenige Schritte weiter stehe ich in der Via XX Settembre vor der Chiesa della Conversione di San Paolo. Die barocke Kirche, erbaut zwischen 1787 und 1794, fügt sich harmonisch in das Stadtbild ein. Ihre geschwungenen Formen und die ausgewogene Fassade strahlen eine ruhige Eleganz aus. Sie ersetzte einen älteren Vorgängerbau, dessen Reste teilweise integriert wurden, und ist ein bedeutendes Zeugnis des Spätbarocks in der Region.

Unmittelbar daneben entdecke ich die Ex Chiesa di San Paolo, deren Geschichte noch vielschichtiger wirkt. Ursprünglich im 13. Jahrhundert als dreischiffige Kirche erbaut, wurde sie mehrfach umgestaltet. Der Eingang lag einst auf der gegenüberliegenden Seite, bevor er verlegt wurde. Teile der Apsis gingen später in die Kirche der Bekehrung des Heiligen Paulus über. Im 20. Jahrhundert verlor das Gebäude seine sakrale Funktion: Das rechte Schiff wurde abgerissen, um Platz für die Piazzetta di San Paolo zu schaffen, das linke Schiff in ein Wohnhaus integriert. Heute beherbergt die ehemalige Kirche ein Geschäft – ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie sich Geschichte wandelt und dennoch sichtbar bleibt.

Galerie XI: San Paolo

Auf meinem weiteren Weg begegnet mir immer wieder die mittelalterliche Stadtmauer von Asti, die Cinta muraria di Asti. Ihre Ursprünge reichen bis etwa 89 v. Chr. zurück, als Asti noch als römische Stadt Hasta Pompeia bekannt war. Besonders eindrucksvoll ist die Basis der Torre Rossa, ein Überbleibsel dieser frühen Zeit. Im 12. und 13. Jahrhundert wurde die Mauer stark erweitert, als Asti eine unabhängige Kommune und ein bedeutendes Handelszentrum war. Um 1340 ließ Luchino Visconti einen zweiten Mauerring errichten, um die wachsenden Vorstädte zu schützen. Die Mauern erzählen von Macht, Reichtum und dem ständigen Bedürfnis nach Sicherheit.

Einer der markantesten Geschlechtertürme der Stadt ist der Torre dei Natta, der am Ende des 12. Jahrhunderts errichtet wurde. Ursprünglich stand er frei und wurde erst später in den Palastkomplex integriert. Sein quadratischer Grundriss, die leicht nach oben verjüngte Form und der Abschluss mit einem Fries aus doppelten, tropfenförmigen Hängebögen verleihen ihm eine strenge, zugleich elegante Erscheinung. Er ist ein klares Beispiel der Asti-Gotik und prägt das historische Zentrum nachhaltig.

Schließlich erreiche ich die Kathedrale Santa Maria Assunta, das bedeutendste religiöse Bauwerk der Stadt. Schon von außen beeindruckt sie durch ihre Größe und das harmonische Zusammenspiel von rotem Backstein und hellem Sandstein. Erste Vorgängerbauten reichen bis ins 5. oder 6. Jahrhundert zurück, eine romanische Kirche wurde 1095 von Papst Urban II. geweiht, bevor sie teilweise einstürzte oder Bränden zum Opfer fiel. Die heutige Kathedrale entstand zwischen etwa 1327 und 1354, während der romanische Campanile bereits 1266 errichtet wurde.

Das gotische Design der dreischiffigen Basilika strebt deutlich nach oben und verleiht dem Bau eine fast schwerelose Monumentalität. Besonders das prächtige Seitenportal zieht meinen Blick auf sich. Im Inneren überrascht der Kontrast: Während das Äußere eher streng wirkt, ist der Innenraum reich mit Fresken aus dem 18. Jahrhundert geschmückt, unter anderem von Carlo Innocenzo Carloni. Mit einer Länge von 82 Metern und einer Höhe von 24 Metern entfaltet sich ein Raum von beeindruckender Weite. Kunstwerke wie das Taufbecken aus dem 15. Jahrhundert und die prachtvollen Altäre machen die Kathedrale zu einem kulturellen Höhepunkt meiner Reise.

Galerie XII: Kathedrale Santa Maria Assunta

Als ich Asti nach zwei Tagen verließ, hatte ich das Gefühl, durch eine Stadt gegangen zu sein, die ihre Geschichte nicht ausstellt, sondern lebt. Türme, Ziegel, Fresken und Plätze fügten sich zu einer stillen, eindrucksvollen Erzählung – einer Stadt, die sich dem aufmerksamen Spaziergänger offenbart und lange nachwirkt.

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